Brustwarzen bedürfen normalerweise keiner besonderen Pflege. Wenn Sie anfangen zu stillen, sollten Sie darauf vorbereitet sein, dass sich das schnell ändern kann. Plötzlich sind wunde , rissige und trockene Brustwarzen Teil Ihres Alltags, insbesondere zu Beginn, wenn das Baby noch lernen muss, wie es richtig saugt. Machen Sie sich keine Sorgen. Die der meist verbreiteten Beschwerden beim Stillen lassen sich durch einfache Tipps beseitigen und eine regelmäßige Brustwarzenpflege trägt zur Vorbeugung und Schmerzlinderung bei.

Vorteile der Brustwarzenpflege

Normalerweise verfügen Ihre Brustwarzen über natürliche Selbstpflege. Bei den kleinen Erhebungen auf Ihrer Brust handelt es sich tatsächlich um Drüsen, die ein öliges Sekret absondern, das die Brustwarzen befeuchtet und sie vor Trockenheit und Reizungen schützt. Dieses Öl riecht sogar wie Ihr Fruchtwasser und hilft Ihrem Baby, die Brust zu finden. Auch die Muttermilch ist Teil des raffinierten Systems, das zur Brustwarzenpflege beiträgt und vor Schmerzen während der Stillzeit schützt. Muttermilch wirkt naturgemäß entzündungshemmend und schützt vor wunden Brustwarzen. Diese Funktion verhindert wunde und rissige Brustwarzen und folglich Schmerzen beim Stillen sowie das Risiko einer Entzündung. Manchmal reichen die natürlichen Schutzmechanismen Ihres Körpers jedoch nicht aus, um wunde und trockene Brustwarzen zu verhindern. In diesem Fall kann eine regelmäßige Brustwarzenpflege helfen. So wird Stillen zur Freude und nicht zur Qual.

Was hilft gegen Schmerzen beim Stillen?

Während die Mutterschaft ein überwältigendes Gefühl ist, ist die Brustwarzenpflege das nicht unbedingt. Zum Erhalt gesunder Brustwarzen und zur Linderung von Schmerzen beim Stillen ist es wichtig, das Baby richtig zu positionieren und korrekt anzulegen. Falls Sie dennoch unter wunden, rissigen oder trockenen Brustwarzen leiden, haben wir folgende Tipps für Sie:

• Vermeiden Sie den Gebrauch von Seife an Ihren Brüsten und waschen und trocknen Sie diese sanft und vorsichtig.
• Drücken Sie nach dem Stillen noch etwas Muttermilch heraus und verreiben Sie diese sanft auf Ihren Brustwarzen.
• Tragen Sie einen BH aus Baumwolle, der für Ihre Haut atmen lässt.
• Stillen Sie Ihr Baby so lange es möchte. Eine Unterbrechung kann den Brustwarzen schaden und die Milchproduktion beeinträchtigen.
• Tragen Sie nach jedem Stillen etwas Multi-Mam Lanolin oder Multi-Mam Balsam auf, um Ihre Brustwarzen weich und geschmeidig zu halten sowie die natürlichen Fette der Haut, die beim Stillen entzogen werden, zu ersetzen.

Denken Sie daran: Stillen sollte nicht wehtun. Falls Sie Unterstützung beim Anlegen Ihres Babys benötigen oder Fragen zur Brustwarzenpflege haben, wenden Sie sich bitte vertrauensvoll an Ihre Hebamme oder Stillberaterin.